Winterakademie 2010

"Krise"

24. - 27. Februar 2010, FORUM SCIENTIARUM, Tübingen

Thema


Ein Blick in die Medien vermittelt den Eindruck, dass wir beständig mit Krisen konfrontiert sind: Finanzkrise, Energiekrise, Bildungskrise, Ernährungskrise; die Liste liesse sich beliebig verlängern. Kein Bereich der modernen Gesellschaft scheint nicht von ihr betroffen zu sein - die Demokratie, das Gesundheitssystem, die Kultur, die Stellung der Familie, bürgerliche Werte.

Versucht man sich jedoch dem Phänomen "Krise" zu nähern, wird man deshalb mit Paradoxien konfrontiert: Gemeinhin wird unter einer Krise eine plötzliche Zustandsänderung verstanden, doch vielmehr scheint Stabilität die Ausnahme und die Krise der Dauerzustand zu sein; das einzig krisensichere ist die Krise. Dies wirft weitreichende Fragen auf. Wie werden Krisen wahrgenommen? Wie entstehen sie? Welche gesellschaftliche und kulturelle Funktion haben sie? Welche Effekte verursachen sie? Was kann mit dem Begriff ›Krise‹ erklärt werden?

Die Dozenten


Prof. Dr. Max Albert

Max Albert ist Professor für Verhaltens- und Institutionenökonomik an der Universität Giessen. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören: Innovationsprozesse, Rationalität, Entscheidungs- und Wahrscheinlichkeitstheorie sowie Wissenschaftstheorie und Methodologie der Ökonomie. Im Wintersemester 2009/2010 organisierte er eine Ringvorlesung zum Thema: 'Ökonomie der Krise. Krise der Ökonomie?'.

Prof. Dr. Jürgen Werner

Jürgen Werner arbeitet als Professor an der Universität Witten/Herdecke und lehrt dort Philosophie und Rhetorik. Er ist Inhaber des Frankfurter Manager-Beratungsinstituts 'tertium datur' und betreut dessen Geschäftsfelder Kommunikation und Strategie. Er studierte katholische Theologie, Philosophie und Germanistik. Seine Essays erscheinen u.a. in der 'F.A.Z'., der 'Süddeutschen Zeitung' und der 'Wirtschaftswoche'.