Tübinger Phänomenologisches Kolloquium

Die Phänomenologische Philosophie zählt seit ihrer Begründung durch Edmund Husserl um 1900 zu den entscheidenden Strömungen der Philosophie. Seither hat sie eine vielseitige Entwicklung durchlaufen, aus der so unterschiedliche eigenständige Philosophien hervorgegangen sind wie die philosophische Hermeneutik, das Alteritätsdenken und die strukturale Phänomenologie. Darüber hinaus steht sie mit zahlreichen anderen Disziplinen in engem Forschungskontakt. Beispiele dafür sind das Lebensweltkonzept, das in den Sozialwissenschaften eine entscheidende Rolle spielt; die Phänomenologie des Leibes, die den body-turn in den Kognitionswissenschaften befördert; die Phänomenologie des inneren Zeitbewusstseins; die Phänomenologie von Stimmungen und Emotionen; die Religionsphänomenologie u.v.a. All diese Forschungsfelder zeugen von der enormen interdisziplinären Bedeutung der Phänomenologie in der Gegenwart.

Das Tübinger Phänomenologische Kolloquium möchte die Phänomenologie in ihrer fächerübergreifenden Aktualität und in ihrer ganzen Breite sichtbar machen. Dafür lädt das Forum Scientiarum Phänomenologinnen und Phänomenologen aus aller Welt dazu ein, ihre Arbeiten einem interessierten universitären Publikum vorzustellen und mit Studierenden zu diskutieren.



Dienstag, 17. Juli, 20 Uhr c.t. Forum Scientiarum, Hörsaal

Professor Dr. Hiroshi Abe, Kyoto: „Tetsuro Watsujis Ethik

Der Vortrag ist öffentlich. Ergänzend findet ein nicht-öffentliches Werkstattgespräch mit Studierenden statt.


Dienstag, 12. Juni, 18 Uhr c.t. Forum Scientiarum, Hörsaal


Associate Professor Dr. Bogdan Minca, Bukarest: „Platon und Heidegger über das Hermeneutische”

Der Vortrag ist öffentlich. Ergänzend findet ein nicht-öffentliches Werkstattgespräch mit Studierenden statt.