Die Universalität der Menschenrechte und ihre Legitimierung in Christentum und Islam

Interdisziplinäre Tagung an der Universität Tübingen

 

26. bis 28. Januar 2017, Schloss Hohentübingen, Fürstenzimmer

Die Idee der Menschenrechte impliziert deren universale Geltung. Die Versuche, die Menschenrechte universal verbindlich zu begründen, sind dagegen seit der Allgemeinen Erklärung aus dem Jahr 1948 immer wieder in Frage gestellt worden Daraus ergibt sich eine Spannung, der die Tagung v.a. mit Blick auf die Legitimierung der Menschenrechte in den Religionen nachgehen will.

Wir erleben in der internationalen Politik derzeit einen Drift hin zu stärker populistisch und/oder autokratisch handelnden Regimen. Als Leitlinie politischen Handelns treten die Menschenrechte dabei in den Hintergrund. In einer öffentlichen Podiumsdiskussion soll deshalb der Frage nachgegangen werden, wie es mit der internationalen Menschenrechtspolitik weitergehen soll.

Freitag, 27. Januar 2017, Alte Aula, Münzgasse 30

Öffentliche Podiumsdiskussion

Putin, Trump, Erdogan – Wie weiter mit der internationalen Menschenrechtspolitik?



Programm der Tagung

Donnerstag, 26. Januar

13:15 Uhr

Dr. Niels Weidtmann

„Einführung in die Fragestellung der Tagung“

14:00 Uhr

Prof. Dr. Jochen von Bernstorff, LL.M.

„Die Debatte um den "Ursprung" und die Identitätskrise der Menschenrechte“

15:00 Uhr

Kaffeepause

15:30 Uhr

Prof. Dr. Dr. h.c. Heiner Bielefeldt

„‘Interfering in a listening mode.‘ Die kulturkritische Stoßrichtung der Menschenrechte “

16:30 Uhr

Prof. Dr. Georg Stenger

„Asymmetrien zwischen Menschenrecht und Menschenwürde?“

17:00 Uhr

Kaffeepause

18:00 Uhr

Ass. Prof. Dr. Michael Zichy

„Das Menschenbild der Menschenrechte“


20:00 Uhr

Gemeinsames Abendessen der Referent/inn/en

Freitag, 27. Januar

9:00 Uhr

David Jöckel

„Noch nicht. Zur Prozessualisierung der Menschenrechte bei Butler und Derrida“

10:00 Uhr

Regina Schidel

„Menschenwürde als normative Grundlage von universellen Menschenrechten? Zur intersubjektiven Begründung von Würde als Status“

11:00 Uhr

Kaffeepause

11:30 Uhr

Dr. Matthias Katzer

„Gleichheit und Empathie: Quellen einer kulturübergreifenden Rechtfertigung der Menschenrechte “

12:30 Uhr

Mittagspause

14:00 Uhr

Dr. Johannes Frühbauer

„‘Säkularisierung des Sakralen‘ oder ‚Sakralisierung des Säkularen‘? Zur Frage religiöser Begründung und Hermeneutik von Menschenrechten im postsäkularen Zeitalter“

15:00 Uhr

Dr. Martin Breul

„Ist es sinnvoll, Menschenrechte christlich zu begründen?“

16:00 Uhr

Kaffeepause

16:30 Uhr

PD Dr. Peter Kirchschläger

„Christliche Legitimierung der Menschenrechte und die Universalität der Menschenrechte“

17:30 Uhr

Dr. Sebastian Muders

„Menschenwürde: final, inhärent, absolut?“


20:00 Uhr

Alte Aula, Münzgasse 30

Öffentliche Podiumsdiskussion

„Putin, Trump, Erdogan – Wie weiter mit der internationalen Menschenrechtspolitik?“

Prof. Dr. Dr. h.c. Heiner Bielefeldt, Menschenrechtspolitik, Universität Erlangen und Prof. Dr. Jochen von Bernstorff, LL.M., Völkerrecht und Menschenrechte, Universität Tübingen



Samstag, 28. Januar

9:00 Uhr

Prof. Dr. Mohamed Turki

„Zum Stand der Menschenrechte im Islam: eine kritische Betrachtung“

10:00 Uhr

Dr. Mahmoud Bassiouni

„Warum sich das Universale und Islamische nicht gegenseitig ignorieren können“

11:00 Uhr

Kaffeepause

11:30 Uhr

Prof. Dr. Ram A. Mall

„Orthafte Ortlosigkeit der Menschenrechte“

12:30 Uhr

Elisabeth Hofmann

„‚Das Konzept der Freiheit‘: Bedeutungsanalysen und Perspektiven arabischer Autoren“

13:30 Uhr

Abschlussdiskussion

14:00 Uhr Tagungsende