Einzelvorträge 2017


 

Dienstag, 24. Januar 2017, 18 Uhr c.t.

 

Prof. Dr. Hanspeter Mallot, Neurobiologie (Tübingen):

 

Der Begriff der Information

 

Vortrag aus der Vortragsreihe des Wissenschaftlichen Beirats am Forum Scientiarum



 

Dienstag, 7. Februar 2017,

Hörsaal der klassischen Archäologie, Schloss Hohentübingen, 18:15 Uhr

 

Prof. Dr. Tim Ingold, Social Anthropology, University of Aberdeen, Scotland

 

Neuroaesthetics and the Myth of Paleolithic Art

 

Eine Kooperation von Forum Scientiarum und Forschungsstelle ROCEEH (The Role of Culture in Early Expansions of Humans), Universität Tübingen.

 


 

Mittwoch, 10. Mai 2017, 18 Uhr, Hörsaal

 

Dr. Manfred Osten, Bonn

 

Ein Hirn, das trefflich denken soll" Goethes Homunkulus als Prophetie der Künstlichen Intelligenz

 

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Mittwoch, 21. Juni 2017, 18 Uhr, Hörsaal

Dr. Ulrich Seeberg, Halle

Walter Benjamin und die Ästhetisierung des Politischen

Walter Benjamin stellte in den dreißiger Jahren des 20. Jh. die These auf, daß die technische Reproduktion traditioneller Kunstwerke deren Einmaligkeit oder Aura irreversibel zerstört habe. Aus diesem Grunde könne der Kunst aber auch keine kultische Funktion mehr in der politischen Sphäre zukommen. Benjamin suchte mit dieser Analyse zu seiner Zeit Tendenzen einer Ästhetisierung des Politischen zu kritisieren, nämlich insbesondere den faschistischen Führerkult und dessen massenmediale Inszenierung. Der Vortrag sucht zu zeigen, warum Benjamins Analyse unzureichend ist. Eine überzeugende Kritik dessen, was mit der Ästhetisierung des Politischen gemeint ist, bleibt auf die Kategorie der Einmaligkeit ästhetischer Erfahrung angewiesen. Diese Gegenthese wird auch im Blick auf aktuelle Tendenzen ästhetizistischer Inszenierungen des Politischen diskutiert.



Dienstag, 18. Juli 2017, 18 Uhr c.t., Hörsaal

Vortragsreihe des Wissenschaftlichen Beirats des Forum Scientiarum

Prof. Dr. Martin Bartelheim, Tübingen:

Ressourcennutzung und sozio-kulturelle Dynamiken. Gestaltung und Organisation von Landschaften in der frühen Geschichte der Iberischen Halbinsel



Mittwoch, 19. Juli 2017, 18 Uhr c.t.

Prof. Dr. Heinrich Päs (TU Dortmund)

Die 3 großen Fragen: Wie entstehen Zeit, Bewusstsein und klassische Welt im Quantenuniversum?

Als "Hard Problem" hat der australische Philosoph David Chalmers die Frage nach dem Bewusstsein bezeichnet. Aus Sicht der Physik erscheint dieses "Hard Problem" allerdings nur als eine von drei großen Fragen: Was ist das Selbst?, Was ist die Zeit? und "Wie entsteht unsere klassische Alltagswelt aus einer fundamentalen Quantenrealität?. Allen Fragen gemein ist, dass sich ihre Gegenstände während der Beobachtung kaum abschalten lassen, und dass sie zumindest teilweise durch Information und Perspektive begründet werden. Der Vortrag diskutiert diese Parallelen ausgehend von der Physik des Quanten-zu-Klassik-Übergangs in der Quantenmechanik und spekuliert über Zusammenhänge. Schließlich werden die Konzepte einer "Heraklitschen" zeitlichen Perspektive des Werdens, in der auch bewusstes Denken verortet wird, und einer "Parmenideschen" zeitlosen Alleinheits-Perspektive eingeführt und mögliche Bezüge zur philosophischen Metaphysik und Theologie angesprochen.