Julia Fischer

Julia Fischer (geboren 1966) ist Professorin für Primatenkognition an der Biologischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen und Leiterin der Abteilung Kognitive Ethologie am Deutschen Primatenzentrum. Nach dem Studium der Biologie an der Freien Universität Berlin promovierte sie 1996 mit einer Studie über die vokale Kommunikation von Berberaffen.

Von 1997 bis 1999 arbeitete Julia FIscher als Postdoktorandin an der University of Pennsylvania in Philadelphia und erforschte während dieser Zeit in Botswana die Kommunikation freilebender Paviane. Anschließend ging sie ans Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. 2004 habilitierte sie sich an der Universität Leipzig, erhielt ein Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und den Ruf nach Göttingen.

Fischers Forschungsschwerpunkte umfassen die Evolution von Kommunikation, Kognition und Sozialverhalten. Zusammen mit ihrem Team betreibt sie eine Feldstation im Senegal, wo sie freilebende Guineapaviane erforscht. Zudem führt sie kognitive Tests und Verhaltensbeobachtungen mit Makaken am Deutschen Primatenzentrum und im Freilandgehege „La Forêt des Singes“ in Frankreich durch. Ihre Forschung machte sie in dem Buch „Affengesellschaft“ einem breiteren Publikum bekannt.

Aktuelle Bücher: Monkeytalk: Inside the Worlds and Minds of Primates. Chicago: University of Chicago Press, 2017. Affengesellschaft. Berlin: Suhrkamp, 2012.