Evolution der Religion oder Religion der Evolution?

Akademie

31. März - 3. April 2014

In Kooperation mit der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Ort: Forum Scientiarum

Das Verhältnis von Religion und Evolution kennt eine spannende, vor allem aber spannungsreiche Geschichte. Doch jenseits fundamentalistischer Konflikte beginnt ein weites Feld des Dialogs, in dem Evolutionsforscher die Religion und Theologen die Evolution fruchtbar einbeziehen. Die Diskussionen der Akademie sollen vom 26.-28.09.2014 auf einer Tagung in Hohenheim vertieft werden.

 

Dozenten und Fragestellungen

Michael Blume, Religionswissenschaftler, promovierte über Religion und Hirnforschung. Anschließend spezialisierte er sich auf die Evolutionsforschung zu Religiosität und Religionen.

Dr. Blume wird am ersten Seminartag einen Überblick über den Stand der interdisziplinären Evolutionsforschung zu Religiosität und Religionen geben.

Heinz-Hermann Peitz, promovierter Theologe, ist an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart für den Dialog zwischen Naturwissenschaften, Philosophie
und Theologie zuständig.

Dr. Peitz möchte diskutieren, inwieweit die zeitgenössische Theologie in der Lage ist, die Herausforderung "Evolutionstheorie" konstruktiv zu integrieren. Hat der
Theologe John F. Haught Recht, wenn er zu bedenken gibt: "Nothing in theology makes sense except in the light of evolution"?

Dirk Johannsen promovierte mit einer Arbeit über norwegische Sagenüberlieferungen. Zur Zeit ist er ao. Professor für die Kulturgeschichte populärer Religion an der Universität Oslo.

Prof. Johannsen diskutiert Implikationen jener kognitiven Theorien, nach denen sich Religion als ein evolutionäres Nebenprodukt entwickelt hat. Dabei soll die
Frage nach dem heuristischen Potential solcher Theorien für die kulturwissenschaftliche und historische Religionsforschung im Vordergrund stehen.

Tony Pacyna, Philosoph, Promotion an der Universität
Zürich mit einer Arbeit über die New Atheism.

Er widmet sich den epistemischen und kulturanthropologischen Implikationen des Dialogs zwischen Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften.

 

In Kooperation mit der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Für Studierende aller Fächer

Bewerbungsfrist: 25. Februar 2014

Bewerbungen sollten einen tabellarischen Lebenslauf und ein Motivationsschreiben (500 Wörter) enthalten.